Immer mehr Leute bauen ihre Website inzwischen selbst — mit Claude, ChatGPT oder einem der vielen KI-Baukästen. Ein paar Prompts, ein bisschen Hin und Her, und das Ergebnis sieht oft erstaunlich gut aus. Manche laden es direkt hoch und sind damit live.

Wenn du das gemacht hast: Glückwunsch. Ehrlich.

Warum das kein Ärgernis ist, sondern ein Vorsprung

Als Dienstleister könnte ich jetzt sagen: „Selbstgebaut? Das machen wir mal lieber richtig.” Wäre aber unehrlich — und würde ignorieren, was du da schon geleistet hast.

Der klassische Website-Prozess sieht so aus: Du beschreibst, was du willst. Der Entwickler baut einen Entwurf. Dann geht’s in die Schleife: „Passt das so?” — „Fast, aber der Bereich hier…” — „Und jetzt?” — „Besser, aber die Farbe…” Diese Iterationen kosten Zeit, Geld und Nerven. Auf beiden Seiten.

Wenn du deine Seite mit KI gebaut hast, hast du diese Schleife schon durchlaufen — nur eben mit der KI statt mit mir. Du hast ausprobiert, verworfen, angepasst. Was am Ende steht, ist keine vage Anforderungsliste, sondern ein konkretes Ergebnis: So soll es aussehen. Dein Wunsch, schon sichtbar gemacht.

Das ist die beste Projektgrundlage, die ich mir wünschen kann. Statt bei null anzufangen, baue ich auf dem auf, was du dir bereits erarbeitet hast.

Wo es trotzdem hakt

KI-generierte Websites haben eine typische Eigenschaft: Sie sind Fassade. Ein schönes Frontend — dahinter oft wenig bis nichts. Das fällt an drei Stellen auf:

1. Rechtliches. Ist ein korrektes Impressum drauf? Stimmt die Datenschutzerklärung mit dem überein, was die Seite tatsächlich tut — eingebundene Schriftarten, Formulare, Hosting-Standort? Eine KI generiert dir gerne einen Mustertext, aber sie prüft nicht, ob er zu deiner Seite passt. Und Abmahnungen wegen fehlerhafter Datenschutzangaben sind kein theoretisches Risiko.

2. Hintergrundprozesse. Das Kontaktformular sieht gut aus — aber landet die Anfrage wirklich in deinem Postfach? Gibt es eine Bestätigungsmail? Was passiert mit den Daten? Häufig ist das Formular nur Deko, oder es läuft über einen US-Dienst, von dem niemand weiß, dass er da ist.

3. Ungenutztes Potenzial. Die Seite steht, aber sie arbeitet nicht für dich. Keine Terminbuchung, kein sinnvolles Anfrage-Management, keine Antwort auf die Frage, was Besucher eigentlich suchen. Dabei ist genau das der Punkt, an dem eine Website vom digitalen Aushang zum Werkzeug wird.

Nicht neu bauen — weiterbauen

Genau hier setze ich an. Deine selbstgebaute Seite ist der Startpunkt, nicht das Problem. Konkret:

  • Rechtssicher machen: Impressum und Datenschutzerklärung so, dass sie zu dem passen, was deine Seite wirklich tut — DSGVO-konform, mit EU-Hosting wo immer möglich.
  • Technik dahinter: Funktionierende Formulare, Mailversand, Terminvereinbarung, auf Wunsch ein KI-Chatbot — sauber aufgesetzt und datensparsam.
  • Potenzial heben: Gemeinsam schauen, welche Prozesse deine Seite dir im Alltag abnehmen kann, statt nur hübsch auszusehen.

Fazit

Du behältst, was du gebaut hast. Ich sorge dafür, dass es trägt. Und falls sich beim Draufschauen herausstellt, dass deine Seite schon alles kann, was sie können muss — dann sage ich dir auch das.